Sechs Tage voller Ideen, Begegnungen und echtem Teamspirit: Von Montag, 2.3., bis Freitag, 6.3.2026, arbeiteten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 im Wahlpflichtfach „Nachhaltigkeit in Europa“ (Lehrkräfte: Herr Brozek und Frau Delsemmé) in einem trinationalen Erasmus+-Projekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung zusammen. Mit dabei: unsere Partnerschule aus Ljubljana (Slowenien) und die Europäische Schule aus Luxemburg.
Ankommen, Kennenlernen, Perspektiven öffnen
Zunächst hieß unsere Schule am Sonntag die Gäste aus Ljubljana willkommen, am Montag stießen die Partnerinnen und Partner aus Luxemburg dazu. In Kurzpräsentationen stellten die Jugendlichen ihre drei Städte vor – ein lebendiger Einstieg in gemeinsame Fragen: Welche Herausforderungen kommen auf urbane Räume zu? Wie können wir ihnen klug begegnen?
Bei sonnigem Frühlingswetter erkundeten anschließend alle mit Stadtführer Michael Prömpeler die Aachener Innenstadt – ein erster Blick auf historische Schichten und aktuelle Stadtentwicklung.
Forschen, fragen, verstehen
In trinationalen Arbeitsgruppen bereiteten die Schülerinnen und Schüler in der Stadtblibliothek Expertengespräche zu Schlüsselthemen vor: nachhaltige Stadtplanung, Partizipation, Biodiversität, Fair Trade und Energieversorgung. Die Interviews wurden in gemischten Gruppen geführt und ausgewertet und als Grundlage für eigene Konzepte genutzt, die die Schülerinnen und Schüler zur nachhaltigen Stadtentwicklung erarbeiteten. So entstanden vielfältige Perspektiven, die am Mittwoch in der Aula souverän präsentiert wurden. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei den Experten bedanken, die uns Einblicke in Ihre Arbeit gewährten. Unser Dank geht an Frau Wieneke, Frau Bär und Herrn Spahr von der Stadt Aachen, an Frau Blum und Frau Pursey von der Fair-Trade-Steuergruppe, an Tina Kukovic-Ulfik vom Soziokulturellen Zentrum „Die Meffis“ und Jonas Kübler und Emilia Cauda von der Naturschutzbehörde der Stadt Aachen und an das Team der Stadtbibliothek, die extra für uns öffnete.
Europa erleben – von der Idee zum Plan
Auf nach Luxemburg: Für die Hälfte der deutschen Gruppe ging es anschließend gemeinsam mit den Partnern aus Slowenien und Luxemburg per Reisebus nach Luxemburg. Dort arbeiteten die Teams weiter am Thema „Sustainable City“.
Gemeinsam mit der Architektin Melissa Aries entwarfen die Jugendlichen ein nachhaltiges Stadtviertel – von Grünflächen über Mobilität bis hin zu sozialer Durchmischung.
Im Europa-Parlament erprobten die Gruppen in einem Planspiel politische Entscheidungsprozesse – demokratisch, kontrovers, lösungsorientiert.
Der Besuch im Straßenbahndepot zeigte, wie moderner ÖPNV funktioniert. Besonders inspirierend: die Idee eines landesweit kostenlosen Nahverkehrs – ein Konzept, das viele Gedanken für die Heimatstädte anregte.
Lernen in Bewegung – auf Englisch, mit Herz und Humor
Alle Programmpunkte fanden auf Englisch statt – eine Herausforderung, die die Schülerinnen und Schüler mit Bravour meisterten. Und obwohl konzentriert gearbeitet wurde, kam der Spaß nie zu kurz: Aus Fremden wurden Freundinnen und Freunde, aus Ideen wurden Pläne, aus Plänen wurden gemeinsame Visionen.
Wie es weitergeht
Im Mai macht sich die zweite Hälfte des WPII-Kurses auf den Weg nach Slowenien, um vor Ort weitere Konzepte nachhaltiger Stadtentwicklung zu erforschen – mit neugierigen Fragen im Gepäck und vielen frischen Eindrücken aus Luxemburg.
Wir sagen hvala, merci und danke an alle Beteiligten – und freuen uns schon auf das Wiedersehen und die nächsten Schritte in Richtung einer lebenswerten, nachhaltigen Stadt von morgen!